zur zweiten Frage, keine Ahnung. Aber ich würde sagen, dass Latein nur die Leute konnten, die irgendwo zur Schule gegangen sind und der Anteil dürfte verschwindent gering gewesen sein. Im Don Quijote steht ja, dass der Analphabetismus verbreitet war, der Kneipenwirt spricht davon, dass die Ritterbücher vorgelesen wurden, weil die meisten Leute nicht lesen konnten. Spanisch ist zu diesem Zeitpunkt weit, aber weit vom Lateinischen entfernt, schon der Cantar de mio Cid, 13 Jahrhundert, ist auch nicht mehr Romance, geschweige den Latein, das ist schon Spanisch. Quijote ist 16 Jahrhundert. Also Lateinische Zitate waren bildungssprachlich, so wie heute in medias res, rebus sic stantibus, cum grano salis etc. etc. würde ich sagen.
Davon abgesehen haben wir eine zum Don Quijote eine Nachdichtung geschrieben, auf Spanische mit Deutsche übersetzung + vertont mit Musik etc.
Die, die singt ist Miros, das ist ein professionelle Opernsängerin.
Das Teil hat einen starken transzendenten Gehalt und ich würde sagen, wir werden dazu mal eine Seite machen und mehr aus wissenschaftlicher Sicht darauf eingehen, dass Cervantes den eigentlichen transzendenten Gehalt sehr stark verschlüsselt hat, sonst hätte er das gleiche Schicksal erlitten wie der Lazarillo de Tormes. Wir haben versucht, den transzendenten Gehalt wieder vorzuholen. Es ist also eine interpretierende Nachdichtung. Das Spanisch haben wir vereinfacht. von: andres (30.07.2010 17:18:40)