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Inhaltsverzeichnis KurzgeschichteGustavo Adolfo Bécquer: El rayo de luna

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Übungen Level 3: Gustavo Adolfo Bécquer (1836-1870)

  El rayo de Luna (Der Mondstrahl): Primera parte




  Seite 03

Texto  español                                       deutscher Text                                      
 

En efecto, Manrique amaba la soledad, y la amaba de tal modo, que algunas veces hubiera deseado no tener sombra, porque* su sombra no le siguiese a todas partes.
Amaba la soledad, porque en su seno, dando rienda suelta a la imaginación, forjaba un mundo fantástico, habitado por extrañas creaciones, hijas de sus delirios y sus ensueños de poeta, tanto, que nunca le habían satisfecho las formas en que pudiera encerrar sus pensamientos, y nunca los había encerrado al escribirlos.

  Manrique liebte die Einsamkeit, und die liebte er so sehr, dass er sich manchmal wünschte, keinen Schatten zu haben, damit ihm sein Schatten nicht überallhin folgen konnte.
Er liebte die Einsamkeit, weil er in seinem Innern der Phantasie freien Lauf lassen konnte und sich eine Traumwelt schmiedete, bevölkert mit fremdartigen Geschöpfen, Kindern seiner Vorstellung und seiner Träume als Poet, so sehr, dass ihn die Formen, in denen er seine Gedanken ausdrücken könnte, nie befriedigt hatten, und nie hatte er sie ausgedrückt, indem er sie niederschrieb.

Vokabeln  
  porque* = *wird mit „damit“ übersetzt und verlangt subjuntivo
  el seno = die Brust, hier in seinem Innern
  dar rienda suelta = freien Lauf lassen
  forjar = schmieden, ausdenken
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